Neue Stadt – Neues Glück

Erstmal hatte ich Respekt. Allein in einer neuen Stadt – das kann einem schon ein wenig Angst machen. Obwohl ich dem Tag des Umzugs von Dortmund nach Würzburg sehr gelassen entgegen geblickt habe, machte sich in der ersten Nacht im neuen Bett doch ein etwas mulmiges Gefühl breit. Doch zum Glück verzogen sich die negativen Gedanken schnell – spätestens beim ersten Spaziergang am Main entlang. Unterfranken ist schon was anderes als der Pott.

Die teure erste Einkaufstour

Wie dem auch sei. Eine neue Umgebung hieß für mich auch: die neuen Einkaufsmöglichkeiten zu sondieren und zu inspizieren. Bei der ersten Recherche im Internet stieß ich auch eine hilfreiche Liste, die alle Supermärkte, Bioläden, Reformhäuser, Cafés und Restaurants aufzählte, die für Vegetarier und Veganer besonders geeignet sind. Das nenn‘ ich mal ’nen guten Start. Mit der Liste und einem Stadtplan bewaffnet schwang ich mich also auf’s Rad. Der etwas teurere, aber sehr gut sortierte Supermarkt ist keine fünf Minuten entfernt. Erster Einkauf: ganze 40 Euro. Ich konnte der großen Auswahl einfach nicht widerstehen. Die Summe wird sich aber hoffentlich so schnell nicht wiederholen…

Kein Gemüse mehr aus dem Supermarkt

Nächste Station: der Markt. Ich muss zugeben, dass ich Obst und Gemüse bisher fast ausschließlich im Supermarkt gekauft habe (die einzige Ausnahme waren Wochenendbesuche bei meinen Eltern, wo ich mich im Hofladen für die nächste Woche eindecken konnte). Eigentlich fand ich das auch ganz angenehm. Im Supermarkt konnte ich alles in Ruhe anschauen, musste mit niemandem reden und belastete meinen Geldbeutel nicht allzu sehr. Doch damit soll jetzt Schluss sein. In Würzburg bieten lokale Bauern vier Mal die Woche ihre Waren auf dem Markt an. Wann immer es möglich ist, werde ich meinen Obstkorb dort füllen. Der erste Besuch hat mich bereits überzeugt: ein Bio-Bauernhof aus der Gegend, akzeptable Preise und ein netter Verkäufer, der mir einen Apfel schenkte, weil ich einen eigenen Einkaufsbeutel dabei hatte… Ganz zu schweigen von der duftenden Schale Himbeeren, die jetzt bei mir im Kühlschrank steht. Was will man mehr?

Dem Würzburger Weltladen stattete ich auch direkt einen Besuch ab. Ein tolles Angebot zum Stöbern, ebenfalls sehr nette Verkäuferinnen und das gute Gefühl, die Verantwortung beim täglichen Einkauf wahrgenommen zu haben. Hört sich hochgestochen an, ist aber wirklich weiterzuempfehlen.

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