Mehr als fair: Handel auf Augenhöhe

In der aktuellen Diskussion über den Welthandel gibt es scheinbar nur zwei Optionen: nationalistischen Protektionismus à la Donald Trump oder uneingeschränkten Freihandel im Rahmen der WTO. Dabei gibt es längst praktische Ansätze, die ein gutes Leben für alle anstreben. Sie könnten die globalen Machtverhältnisse aufbrechen, weil sie den kapitalistischen Diskurs und dabei auch das Fairtrade-Netzwerk hinter sich lassen.

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Von meinem Körper lernen

Es war eine erschreckende Erkenntis, als ich mit 27 langsam zu realisieren begann, wie wenig ich eigentlich über meinen Körper weiß. Ich hatte die Pubertät schon lange hinter mir gelassen, ich hatte ein Studium und drei längere Beziehungen hinter mir. Doch da sollte noch einiges kommen: Schmerzen und unangenehme Stimmungsschwankungen, Unsicherheit und Ratlosigkeit, aber auch ein anderes Körpergefühl und eine neue Nähe zu mir selbst und anderen.

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Politisch aktiv sein und bleiben

Soziale Veränderung ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, schreibt Timo Luthmann und nennt damit eines seiner wichtigsten Argumente für einen Nachhaltigen Aktivismus. Dieser sei notwendig, damit soziale Bewegungen auf lange Sicht erfolgreich sind und einzelne Aktivist*innen in ihrem Engagement nicht ausbrennen. In seinem Handbuch trägt Luthmann verschiedene Ebenen und Ansätze für einen Nachhaltigen Aktivismus zusammen und liefert damit ein „Baukastensystem“, an dem sich Aktivist*innen je nach ihren Bedürfnissen bedienen können.

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Eine Zeitung für Selbstorganisation

Manchmal öffnen sich Türen genau im richtigen Moment: Als ich an meiner Master-Arbeit saß, bekam ich das Angebot, die Koordination der Contraste – Monatszeitung für Selbstorganisation zu übernehmen. Und jetzt, ein paar Monate später, sitze ich tatsächlich an meinem Schreibtisch und versuche, die Juni-Ausgabe zu füllen. Es ist ein tolles Gefühl, wieder Zeitung zu machen. Und es ist ein noch tolleres Gefühl, eine solche Zeitung zu machen. Auch wenn unser Projekt sich immer wieder durchschlagen muss…

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B14 revisited: Hausbesetzung als Belletristik

Fast 30 Jahre liegen zwischen den beiden Geschichten, die in diesem Buch parallel erzählt werden. 1986 lernt der junge Krankenpfleger Emilio den Hausbesetzer Matthias kennen. Gemeinsam leben, lieben und leiden sie in einem besetzten Haus in Stuttgart. 2015 erbt Isa dieses Haus von ihrem verstorbenen Vater, den sie nie kennengelernt hat. Dort stößt sie auf den Musikfreak Rotze, der den ehemaligen Schallplattenladen inzwischen als Behausung nutzt.

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Antisexistische Awareness

Die Praxis steht in diesem Buch im Vordergrund. Wer sich für antisexistische Praxen interessiert und sexistischer Diskriminierung aktiv entgegentreten will, findet hier praktische Tipps. Leser*innen, die sich mit Awareness bislang noch nicht auseinandergesetzt haben, werden es allerdings ein wenig schwer haben: Sowohl der Schreibstil als auch die vorgestellten Konzepte sind mit ein wenig Vorwissen leichter nachzuvollziehen.

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Politische Kommunen kennenlernen

Immer wieder ernte ich fragende Blicke, wenn ich erzähle, dass ich in einer politischen Kommune lebe. Was ist das genau? Wie funktioniert eine gemeinsame Kasse? Und gehen die ständigen Diskussionen nicht irgendwann auf die Nerven? Fragen über Fragen, die Kommunard*innen der Region Kassel gerne beantworten – theoretisch und praktisch. Auch in diesem Jahr sind wieder drei Interkommune-Seminare geplant.

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Hierarchiefreie Handelsbeziehungen – geht das?

Morgens in unserer WG-Küche: Ich stehe neben dem Herd und schneide eine Banane klein. Es riecht nach frisch gebrühtem Kaffee. Hm, lecker! Doch dann denke ich plötzlich: Wäre ein solches Frühstück überhaupt noch möglich in einer Welt, wie ich sie mir wünsche? Können wir überhaupt noch Bananen und Kaffee konsumieren, wenn wir wirklich nachhaltig und solidarisch leben wollen? Kann der globale Handel so gestaltet werden, dass er niemandem schadet? Oder heißt es dann ganz konsequent: regional und saisonal?

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Der Anarchismus und die Revolution

Als ich begann, mich mit dem Anarchismus auseinanderzusetzen, war ich erstmal ziemlich beeindruckt: Er brachte so viel von dem auf den Punkt, was mich damals umtrieb. Enlich fand ich Worte für meine Wünsche und Ideale, konnte mit anderen darüber ins Gespräch kommen und Pläne schmieden. Aber, und das ist schwer zu leugnen, die anarchistische Bewegung ist marginal. Sie ist weit entfernt von einer wie auch immer gearteten Revolution. Muss das wirklich so sein?

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Die Bilder in unserem Kopf

Wir sitzen gemütlich zusammen beim politischen Filmabend. In der Doku geht es um die Frage, wie Revolutionen angestoßen werden können („How to start a revolution?“) und wie Bewegungen sich erfolgreich organisieren. Kaum ist der Film zu Ende, beginnt die Diskussion zwischen den Zuschauer*innen. Und schnell führen drei bis vier Menschen das Gespräch an, sie argumentieren sehr überzeugt. Sie scheinen ziemlich genau zu wissen, wovon sie reden, was richtig und falsch ist. Wer ein bisschen länger zum Nachdenken braucht, Zweifel hat oder sich nicht so lautstark an der Diskussion beteiligen kann, bleibt weiterhin Zuschauer*in oder verlässt irgendwann den Raum. Kommt euch eine solche Situation bekannt vor?

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