Die Bilder in unserem Kopf

Wir sitzen gemütlich zusammen beim politischen Filmabend. In der Doku geht es um die Frage, wie Revolutionen angestoßen werden können („How to start a revolution?“) und wie Bewegungen sich erfolgreich organisieren. Kaum ist der Film zu Ende, beginnt die Diskussion zwischen den Zuschauer*innen. Und schnell führen drei bis vier Menschen das Gespräch an, sie argumentieren sehr überzeugt. Sie scheinen ziemlich genau zu wissen, wovon sie reden, was richtig und falsch ist. Wer ein bisschen länger zum Nachdenken braucht, Zweifel hat oder sich nicht so lautstark an der Diskussion beteiligen kann, bleibt weiterhin Zuschauer*in oder verlässt irgendwann den Raum. Kommt euch eine solche Situation bekannt vor?

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Worte finden für das Unsagbare

Ich bin sprachlos – und genau deshalb muss ich versuchen, zu schreiben. Vielleicht hilft es, in meinem Kopf wieder ein wenig Ruhe einkehren zu lassen und meine Gedanken wieder zu fokussieren. Heute ist in der Stadt verkaufsoffener Sonntag. Juhu! Und ich sitze hier und denke: Was zur Hölle geht da draußen eigentlich vor? Wie kann es sein, dass es immer weiter geht, dass es immer schlimmer wird und wir – die vielen Menschen, die daran etwas ändern wollen – scheinbar keine Antwort darauf finden?

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Symptome lindern oder Ursachen bekämpfen?

Ich bin überfordert, schlicht und ergreifend überfordert. Immer wieder spüre ich den Impuls, mich zurückziehen, mich mit dem Thema Asylpolitik nicht mehr zu beschäftigen und mich an anderer Stelle zu engagieren. Gleichzeitig weiß ich: Das geht nicht! Es geht hier um so viel, es steht so viel auf dem Spiel, dass ich nicht einfach einen Rückzieher machen kann – auch wenn es bequemer wäre.

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Sommer, Sonne, Abschiebung

Mein letzter Artikel ist nun schon über einen Monat alt. Da stellen sich doch gleich ein paar berechtigte Fragen: Machen Aktivist*innen eigentlich Urlaub? Gibt es auch in politischen Bewegungen ein „Sommerloch“? Und wenn ja – können wir uns das überhaupt leisten? Von meinem Schreibtisch aus schaue ich in den wolkenlosen Himmel, bei knapp 30 Grad. Und leider weiß ich: Der (Sonnen)schein trügt.

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Auf der Flucht

Es läuft mir kalt den Rücken runter, als er neben mir steht. Er schreit, aber ich verstehe seine Sprache nicht. Und trotzdem kann ich sie spüren, seine Verzweiflung, seine Angst und seine Sehnsucht. Er ist auf der Flucht: In der Hoffnung auf ein besseres Leben hat er sich in ein Boot gesetzt, das ihn an die europäische Küste bringen soll. Und das obwohl so viele seiner Freunde diese Reise nicht überlebt haben.

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