Auf dem Weg in eine herrschaftslose Gesellschaft

Wer politisch aktiv ist und nach umsetzbaren Alternativen sucht, hat oft mehr Fragen als Antworten. Ich finde es spannend und oft sehr hilfreich, wenn Menschen mir Fragen stellen – so bekomme ich Anstöße, meinenen Standpunkt zu reflektieren und sich Dinge bewusst zu machen: Was mache ich hier eigentlich? Und warum? Wie bin ich hierher geraten? Und wo will ich eigentlich hin? Das und einiges mehr wollte die Graswurzelrevolution von mir wissen…und herausgekommen ist das folgende Interview über Anarchismus, Kommunen und alternative Medien. Lest einfach mal rein!

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Politische Kommunen kennenlernen

Dieses Jahr gibt es ganz viele Möglichkeiten, sich das Leben in einer Kommune mal näher anzuschauen und mit Menschen, die schon in Gemeinschaften leben, ins Gespräch zu kommen. Neben den drei Interkommune-Seminaren in der Region Kassel findet 2017 auch wieder das Kommune-Festival „Los geht’s“ statt – und zwar auf dem Gelände der Gemeinschaft Lebensbogen in Zierenberg.

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„Ich gehöre immer noch dazu“

Plötzlich und unerwartet wurden Markéta Adamova und ihre Mitbewohner*innen in der Villa Locomuna vor die Herausforderung gestellt, ein Leben mit Hilfsbedürftigkeit in ihrer Gemeinschaft zu organisieren. Wie haben sie diese neue Situation gemeistert?

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Wohnst du noch oder organisierst du dich schon?

Wenn eine neue Person in eine Kommune einsteigt, kann das ohne große Diskussionen vonstatten gehen – wenn sich die anderen Kommunard*innen schnell einig sind über den Einzug und sich auf das Zusammenleben mit der neuen Person freuen. Doch was passiert, wenn es diese Einigkeit nicht gibt? Wenn die einen sich einen Einstieg wünschen und die anderen ihn sich nicht vorstellen können? Und welche Themen stecken mitunter hinter dieser Meinungsverschiedenheit?

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Gemeinsame Ökonomie: Der freie Fluss

Sowohl im Wendland als auch in der Region Kassel haben sich politische Kommunen zusammengetan, um sich zu vernetzen und gemeinsame Projekte an den Start zu bringen. Dazu gehört auch die gemeinsame Ökonomie. Was bedeutet die Zusammenarbeit in den Interkomm-Regionen für die einzelnen Kommunard*innen konkret? Wie kann gemeinsames Wirtschaften über die einzelnen Gemeinschaften hinaus funktionieren? Und was verstehen die Kommunard*innen unter „freiem Fluss“?

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Autonomie verteidigen – aber wie?

Es braucht nicht den großen Knall. Es braucht keine Zäsur, um unser Gesellschaftssystem zu verändern. Ein Systemwechsel kann auch als Übergang vonstatten gehen: Machtverhältnisse und die Regeln des Alltags verändern sich schleichend. Soziale Normen und Verhaltensweisen verschieben sich. Das kann eine Chance sein für mehr Solidarität und den Abbau von Herrschaftsstrukturen. Es kann aber auch eine große Bedrohung sein – sagen Michael Pauen und Harald Welzer. Ihr Buch „Autonomie – Eine Verteidigung“ lässt mich besorgt fragen: Sind wir schon längst wieder auf dem Weg in eine totalitäre Gesellschaft?

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Lokalpolitik auf dem Weg zur Transformation

Wir stehen vor großen Herausforderungen. Eine Krise reiht sich an die nächste. Unser Wirtschaftssystem strauchelt und zeigt dabei immer deutlicher seine fatalen Wirkungen. Doch immer mehr Menschen möchten dem etwas entgegensetzen. Sie wollen Alternativen aufbauen, die auf Solidarität und Nachhaltigkeit setzen statt auf Konkurrenz und Profit. Sie wissen: Es wird nicht reichen, an einigen Stellschrauben zu drehen, „grünes Wachstum“ zu forcieren und Elektroautos zu nutzen. Nein, es braucht tiefgreifende Veränderungen, die unser momentanes Wertesystem völlig in Frage stellen. Es muss um andere Verhaltensweisen gehen, andere Prioritäten und ein anderes Verständnis vom guten Leben. Aber wo und wie können solche radikalen Veränderungen stattfinden?

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Altersvorsorge jenseits von Wachstumszwängen

Kirsten Dohmwirth studiert VWL und Ehtnologie an der Georg-August-Universität in Göttingen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts beschäftigt sie sich mit der Frage, inwiefern Kommunen eine neue Form der Alterssicherung darstellen können. Sie besuchte dafür unter anderem die Kommune Niederkaufungen und die Villa Locomuna. Im Interview hat sie mir erzählt, welche Beobachtungen sie dort machte.

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Kommune – nichts als Nostalgie?

Meine Mitkommunard*innen sind mitunter skeptisch, wenn wir Anfragen von Journalist*innen bekommen. Zu häufig haben sie mit der Berichterstattung über unser Projekt schon schlechte Erfahrungen gemacht. Die Villa Locomuna erfüllt offensichtlich nicht die Klischees, die in den Artikeln und Beiträgen abgearbeitet werden sollen: Hippies, Ballonhosen, Joints, Unordnung und ein Alltag, der langsam vor sich hinplätschert. Die Realität führt nicht selten zu Verwunderung – oder gar Enttäuschung. Das soll eine Kommune sein?

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Die Qual der Wahl: Politische Strategien

Der Kapitalismus verspricht uns vor allem eines: Freiheit. Angeblich können wir tun und erreichen, was wir wollen, solange wir uns nur anstrengen. Alles liegt in unserer Hand. Wir haben die Wahl. Das gilt für unsere Karriere genauso wie für unsere Familienplanung, unsere Freizeitgestaltung – und natürlich für unseren Konsum. Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen ist inzwischen so groß, dass es kaum noch möglich ist, den Überblick zu behalten. 50 Sorten Marmelade? Da sollte doch für jede*n etwas dabei sein.

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