Altersvorsorge jenseits von Wachstumszwängen

Kirsten Dohmwirth studiert VWL und Ehtnologie an der Georg-August-Universität in Göttingen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts beschäftigt sie sich mit der Frage, inwiefern Kommunen eine neue Form der Alterssicherung darstellen können. Sie besuchte dafür unter anderem die Kommune Niederkaufungen und die Villa Locomuna. Im Interview hat sie mir erzählt, welche Beobachtungen sie dort machte.

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Kommune – nichts als Nostalgie?

Meine Mitkommunard*innen sind mitunter skeptisch, wenn wir Anfragen von Journalist*innen bekommen. Zu häufig haben sie mit der Berichterstattung über unser Projekt schon schlechte Erfahrungen gemacht. Die Villa Locomuna erfüllt offensichtlich nicht die Klischees, die in den Artikeln und Beiträgen abgearbeitet werden sollen: Hippies, Ballonhosen, Joints, Unordnung und ein Alltag, der langsam vor sich hinplätschert. Die Realität führt nicht selten zu Verwunderung – oder gar Enttäuschung. Das soll eine Kommune sein?

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Die Qual der Wahl: Politische Strategien

Der Kapitalismus verspricht uns vor allem eines: Freiheit. Angeblich können wir tun und erreichen, was wir wollen, solange wir uns nur anstrengen. Alles liegt in unserer Hand. Wir haben die Wahl. Das gilt für unsere Karriere genauso wie für unsere Familienplanung, unsere Freizeitgestaltung – und natürlich für unseren Konsum. Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen ist inzwischen so groß, dass es kaum noch möglich ist, den Überblick zu behalten. 50 Sorten Marmelade? Da sollte doch für jede*n etwas dabei sein.

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Kommune: Eine andere Zeitzone

Geduld gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken. Ich mag es, wenn Dinge erledigt sind und ich wieder einen Punkt auf meiner To-Do-Liste abhaken kann. Das klingt irgendwie spießig und allzu strebsam. Aber wer hat eigentlich gesagt, dass es cool sei, Aufgaben erst auf den letzten Drücker zu erledigen?! Nichts desto trotz gibt es Angelegenheiten, die ihre Zeit brauchen – ob ich das gut finde oder nicht. Und es gibt Orte, da ticken die Uhren einfach anders…

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Newtopia: Die alternative Reality-Show

Eigentlich müsste ich begeistert sein: 15 Menschen verlassen ihr bisheriges Leben, um gemeinsam eine neue Welt zu erschaffen. Mit einem Stück Land, einer Scheune, ein paar Tieren und ein wenig Startkapital beginnen sie ein Abenteuer ohne Regeln, ohne Gesetze und ohne Machtverhältnisse. Das Ziel: Utopia soll Wirklichkeit werden. Der berühmte fiktive Ort, an dem alle Menschen glücklich und zufrieden sind, soll endlich real werden.

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There is no alternative – Bildet Banden!

Auch das Interkomm-Netzwerk Nordhessen beteiligt sich am Blockupy-Aktionstag am 18. März 2015. Was die Kommune-Bewegung mit Krise und Protest zu tun hat:

Die Krisenanfälligkeit des Systems ist alternativlos!
Denn Kapitalismus ist eine dauerhafte Krise!

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Wie funktioniert Kommune?

Immer wieder ernte ich fragende Blicke, wenn ich erzähle, dass ich in einer politischen Kommune lebe. Was ist das genau? Wie kann eine gemeinsame Kasse funktionieren? Und gehen die ständigen Diskussionen nicht irgendwann auf die Nerven? Fragen über Fragen, die die Kommunard*innen in der Region Kassel gerne beantworten – theoretisch und praktisch. Auch in diesem Jahr sind wieder zwei Interkommune-Seminare geplant.

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Wenn der Haussegen schief hängt

Kommune heißt nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Im Grunde war mir das schon vor meinem Einstieg klar. Trotzdem war es eine besondere Situation, dass ein relativ großer Konflikt unser Zusammenleben so auf die Probe gestellt hat, noch während ich langsam in der Gemeinschaft ankomme. Wie geht eine Gruppe mit solchen Herausforderungen um? Welche Lösungen gibt es? Und: Was ist die Moral von der Geschicht‘?

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Konsumkritik: Zwischen Anspruch und Wirkung

Es gibt wahrscheinlich kaum ein Thema, das mich in den letzten Jahren so viel beschäftigt hat. Ob es nun der Einstieg in den Veganismus, der Kauf von Fairtrade-Kaffee, die Klamotten aus dem Umsonstladen, das Solawi-Gemüse, das Containern oder die Vermeidung von Palmöl in meinem Shampoo war – immer wieder ging es um das Thema Konsum. Was und wie konsumiere ich? Welche Folgen hat das? Und welche Alternativen gibt es?

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Gemeinsame Ökonomie: Ungleiche an gedeckten Tischen

Es mutet schon ein wenig paradox an: Ich sitze in einer Vorlesung und lasse mir die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre erklären. Das ist nicht sonderlich kompliziert und klingt auf den ersten Blick auch alles relativ logisch. Verlasse ich allerdings den Hörsaal, bekommt diese Logik gewaltige Risse – und das gleich aus zwei Gründen.

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