Das schöne Leben – Was ist das?

Dieses Zitat gehört zu meinen Lieblingssprüchen: „Her mit dem schönen Leben!“ Es bringt so viel auf den Punkt, ist eingängig und leicht zu verstehen. Ein schönes Leben – das wollen wir doch alle! Und es steht allen Menschen gleichermaßen zu. Niemand sollte sich um das Überleben, das finanzielle Auskommen oder den sozialen Status sorgen müssen. Wir alle haben ein Recht darauf, in Würde und in Frieden zu leben – und selbst zu entscheiden, wie unser Leben aussehen soll. Doch so einfach und banal diese Forderung auch ist: Was ist denn das schöne Leben?

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Männliche* Dominanz: Was geht mich das an?

Die Situation ereignete sich im letzten Semester. Ich saß in einem Tutorium, wartete auf den Beginn der Veranstaltung. Dann setzte sich ein Typ neben mich: groß, durchtrainiert. Viele würden ihn wohl als ziemlich attraktiv beschreiben – dem gängigen Schönheitsideal zufolge. Er sah mich nicht an und er sagte auch nichts. Und trotzdem war ich plötzlich eine andere. Ich fühlte mich klein, schwach, unterlegen. Normalerweise meldete ich mich in diesem Tutorium relativ häufig, dieses Mal gab ich keinen Ton von mir. Was war passiert?

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Gegendarstellung: Ein Leben ohne Minirock

Jahrelang hatte ich mit Feminismus nicht viel am Hut. Warum auch? Ich hatte nie das Gefühl, irgendwelche Probleme zu haben, nur weil ich als „Mädchen“ auf die Welt gekommen bin. Und dank der Frauenbewegung im 20. Jahrhundert kann ich ein ganz anderes Leben führen als meine Mutter oder gar meine Oma. Was also gibt es für mich noch zu tun? Es ist doch schon alles gut, oder?

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Der harte Boden der Tatsachen

Es kommt immer wieder. Schubweise. Manchmal ganz unerwartet und dann umso heftiger. Es ist eine Mischung aus Wut, Ekel und Hilflosigkeit, die mich überfällt, während ich scheinbar ganz normale Dinge tue: Ich gehe eine Einkaufsstraße entlang, an einem Samstagnachmittag. Und am liebsten würde ich schreien. Überall drängeln sich Menschen durch Geschäfte, schleppen volle Tüten zur Kasse, und zwischendurch gibt es einen Coffee-to-go oder ein Fischbrötchen. „Wir shoppen nicht, wir kaufen uns glücklich“, steht an der Fassade des Einkaufszentrums. Anscheinend kaufe ich viel zu wenig…

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Studium der Arbeit

Mein Kopf ist voll. Oder ist er leer? Ich bin mir nicht so ganz sicher. Seit Tagen sitze ich zu viele Stunden am Schreibtisch und versuche, mir Begriffe, Zahlen und Zusammenhänge zu merken, damit ich sie nächste Woche bei meinen Klausuren richtig – und schnell genug – raushauen kann. Da bleibt zwangsläufig nicht viel Platz für anderes, weder in meinem Kopf noch in meinem Terminkalender. Dabei hätte ich doch Besseres zu tun…

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Wenn der Haussegen schief hängt

Kommune heißt nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Im Grunde war mir das schon vor meinem Einstieg klar. Trotzdem war es eine besondere Situation, dass ein relativ großer Konflikt unser Zusammenleben so auf die Probe gestellt hat, noch während ich langsam in der Gemeinschaft ankomme. Wie geht eine Gruppe mit solchen Herausforderungen um? Welche Lösungen gibt es? Und: Was ist die Moral von der Geschicht‘?

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Ein offenes Wohnzimmer in Kassel

Der Name sorgt erst einmal für viele Fragezeichen. Ein Fachbeschäft für Interaktion – was bitte soll das sein? Im Gespräch mit den beiden Initiatoren Maike und Tobi wird mir schnell klar: Das Ganze ist ein Experiment, dessen Ergebnis noch nicht feststeht. Doch als Beispiel für selbstorganisierte Projekte kann es schon jetzt Impulse geben für Menschen, die vom ständigen Konsum genug haben. So wie ich.

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Über den Wolken … hört die Freiheit auf

Es ist nicht so, dass ich auf graue Wolken stehe. Im Gegenteil. Auch mir drückt die deutsche Durchschnitts-Wetterlage in der kalten Jahreszeit schon mal auf die Stimmung. Trotzdem würde es für mich nicht mehr in Frage kommen, einfach in einen Flieger zu setzen und mir ein paar „schöne“ Tage am Strand zu machen. Selbst wenn ich es mögen würde, stundenlang in der Sonne zu braten, wären ein Wochenend-Trip nach Mallorca oder der Pauschal-Urlaub an der spanischen Mittelmeerküste keine Option. Denn Reisen mit dem Flugzeug gehören für mich der Vergangenheit an.

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Die Sache mit den Tropfen

Es ist ein altbekanntes Spiel: Ist das Glas halb leer oder halb voll? Sollen wir uns mit kleinen Schritten zufrieden geben oder gleich aufs Ganze gehen? Vielleicht ist auch der Weg schon das Ziel? Immer wieder werden Aktivist*innen, Bewegungen und NGOs mit solchen Fragen konfrontiert. Sie sollen ihren Erfolg messen – oder auch nur die Aussicht auf Erfolg. Aber geht das überhaupt? Wie soll er denn aussehen, dieser Erfolg?

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Genug ist genug: Mein Gewissen und ich

Viel öfter als mir lieb ist, muss ich mich mit ihm auseinandersetzen. Dabei wäre es wohl in vielen Fällen gar nicht notwendig. Doch ständig meldet es sich zu Wort und versucht – oft mit Erfolg – mir einzureden, dass ich mehr hätte leisten können, sollen, müssen. Ich spreche von meinem schlechten Gewissen. Vielleicht wäre es gut, ihm mal ein wenig auf die Pelle zu rücken. Was steckt dahinter, wenn ich mir mal wieder den Kopf zerbreche über meine Vorhaben oder über Dinge, die ich eigentlich schon erledigt habe? Was passiert da mit mir, wenn ich das Gefühl entwickle, das Ergebnis sei nicht zufriedenstellend? Und warum tue ich bestimmte Dinge, obwohl ich sie vielleicht gar nicht tun will?

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