Auf dem Weg in eine herrschaftslose Gesellschaft

Wer politisch aktiv ist und nach umsetzbaren Alternativen sucht, hat oft mehr Fragen als Antworten. Ich finde es spannend und oft sehr hilfreich, wenn Menschen mir Fragen stellen – so bekomme ich Anstöße, meinenen Standpunkt zu reflektieren und sich Dinge bewusst zu machen: Was mache ich hier eigentlich? Und warum? Wie bin ich hierher geraten? Und wo will ich eigentlich hin? Das und einiges mehr wollte die Graswurzelrevolution von mir wissen…und herausgekommen ist das folgende Interview über Anarchismus, Kommunen und alternative Medien. Lest einfach mal rein!

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Meinungsmacht: Die Mär von der Objektivität

Es kommt einem Verbrechen gleich, Partei zu ergreifen. Als Journalist*in sollte ich mich niemals mit einer Sache gemein machen – ganz egal, ob die Sache gut oder schlecht ist. So habe ich es im Studium gelernt. Journalist*innen sollen neutral und objektiv berichten. Die eigene Meinung darf dabei keine Rolle spielen, und wenn doch, dann bitte nur in der Kommentarspalte. Mit dieser Berufsphilosophie hatte ich schon früh meine Probleme. Und inzwischen weiß ich: Ich habe andere Leitlinien.

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Autonomie verteidigen – aber wie?

Es braucht nicht den großen Knall. Es braucht keine Zäsur, um unser Gesellschaftssystem zu verändern. Ein Systemwechsel kann auch als Übergang vonstatten gehen: Machtverhältnisse und die Regeln des Alltags verändern sich schleichend. Soziale Normen und Verhaltensweisen verschieben sich. Das kann eine Chance sein für mehr Solidarität und den Abbau von Herrschaftsstrukturen. Es kann aber auch eine große Bedrohung sein – sagen Michael Pauen und Harald Welzer. Ihr Buch „Autonomie – Eine Verteidigung“ lässt mich besorgt fragen: Sind wir schon längst wieder auf dem Weg in eine totalitäre Gesellschaft?

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Kommune – nichts als Nostalgie?

Meine Mitkommunard*innen sind mitunter skeptisch, wenn wir Anfragen von Journalist*innen bekommen. Zu häufig haben sie mit der Berichterstattung über unser Projekt schon schlechte Erfahrungen gemacht. Die Villa Locomuna erfüllt offensichtlich nicht die Klischees, die in den Artikeln und Beiträgen abgearbeitet werden sollen: Hippies, Ballonhosen, Joints, Unordnung und ein Alltag, der langsam vor sich hinplätschert. Die Realität führt nicht selten zu Verwunderung – oder gar Enttäuschung. Das soll eine Kommune sein?

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Newtopia: Die alternative Reality-Show

Eigentlich müsste ich begeistert sein: 15 Menschen verlassen ihr bisheriges Leben, um gemeinsam eine neue Welt zu erschaffen. Mit einem Stück Land, einer Scheune, ein paar Tieren und ein wenig Startkapital beginnen sie ein Abenteuer ohne Regeln, ohne Gesetze und ohne Machtverhältnisse. Das Ziel: Utopia soll Wirklichkeit werden. Der berühmte fiktive Ort, an dem alle Menschen glücklich und zufrieden sind, soll endlich real werden.

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Politischer Spielfilm: Tag der Wahrheit

Netter Fernsehabend gefällig? Sehr oft nehme ich dieses Angebot nicht wahr, vor allem wenn ich nicht genau weiß, was ich anschauen möchte. Zu groß ist die Gefahr, dass ich nur irgendeinen Blödsinn zu sehen bekomme, der mich mehr aufregt als entspannt. Beim letzten Mal stand aber ein recht vielversprechender Film auf dem Programm: ein Politthriller, der sich mit dem Thema Atomenergie beschäftigt. Kann mensch ja mal machen, oder?

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Ein radikaler Abend mit Max Uthoff

Abendliche Unterhaltung steht heutzutage nur sehr selten im Verdacht, gesellschaftskritisch oder gar systemgefährend zu sein. Das TV-Programm, der Weihnachtsmarkt, lange Ladenöffnungszeiten – es gibt mehr als genug Alternativen, die uns davon abhalten (sollen), wichtige Fragen zu stellen. Vor allem wenn das lang ersehnte Wochenende vor der Tür steht, sind Probleme und Diskussionen nicht gefragt. Es sei denn, ich entscheide mich für einen Abend mit Max Uthoff.

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Die Zukunft des Teilens

Sie geben sich wirklich viel Mühe, die Autoren von Spiegel, Süddeutscher und FAZ. Sie wollen mir die Augen öffnen, mich auf den rechten Pfad zurückbringen, mir die Flausen aus dem Kopf treiben. Ich höre sie förmlich auf mich einreden: Klingt ja ganz nett, dein Gerede von Revolution und solidarischer Gemeinschaft. Aber hey, das glaubst du doch selber nicht, oder?

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Alles oder nichts

Es ist ein alt bekanntes Phänomen. Leider. Obwohl unser Konsum jeden Tag Auswirkungen auf die Umwelt und andere Teile der Welt hat, schafft es dieser tägliche Skandal nur selten in die Medien. Dazu braucht es einen aktuellen Aufhänger: Am besten Zahlen und Statistiken, die sich gut in eine Nachricht verpacken lassen. Garniert mit ein paar Expertenstimmen greift die Presse diese gerne auf. Nachhaltige Berichterstattung bleibt hingegen meistens aus. Beispiel gefällig?

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Versuch’s mal anders!

Schon das Titelbild der aktuellen Freitag-Ausgabe hat mich abgeschreckt. „Versuch’s mal mit Gewalt“ steht in großen Buchstaben neben einem einsamen Aktivisten, der in seinem Zelt hockt und mit seiner rechten Hand das Peace-Zeichen in Richtung Kamera streckt. Und weiter: „Ein Jahr Occupy: Die Bewegung ist gescheitert. Muss sie radikaler werden?“

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