Freie Menschen statt freier Märkte!

Die GegnerInnen und KritikerInnen der Freihandelsabkommen TTIP und CETA demonstrieren am 10. Oktober 2015 deutschlandweit unter dem Motto “Gemeinwohl statt Konzerninteressen”. Sie bemängeln unter anderem die undemokratischen und intransparenten Verhandlungen, die wachsende Macht der Großkonzerne und die zunehmende Privatisierung und Liberalisierung der Wirtschaft. So berechtigt diese Kritikpunkte sind – sie reichen bei weitem nicht aus!

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Jenseits von Staat und Kapital

Sie hat wahrlich keinen guten Ruf, aber das völlig zu Unrecht. Obwohl Anarchie von den meisten Menschen ausschließlich mit Chaos und Gewalt in Verbindung gebracht wird, bietet sie in Wahrheit einen realistischen Ansatz für ein solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander, das sich an unseren Bedürfnissen orientiert und auch unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützt. Aufklärung tut also Not, denn wo wie es ist, kann es nicht bleiben. Muss es aber auch nicht, denn es gibt bereits Alternativen – theoretisch und auch praktisch.

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Lebensmittel retten, aber nicht das System

In unserem Wirtschaftssystem spielen Zahlen eine wichtige Rolle: die jährliche Wachstumsrate, das Bruttoinlandsprodukt, die Exportquote – all das soll den ökonomischen Erfolg, den Fortschritt, den Wohlstand unserer Gesellschaft widerspiegeln. Doch hinter diesen vermeintlichen Erfolgsmeldungen verstecken sich weitere Zahlen. Zahlen, die gerne unter den Tisch gekehrt werden, weil sie belegen, dass der neoliberale Kapitalismus im Grunde sehr viel mehr Schaden anrichtet als Nutzen stiftet.

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Leben im Neoliberalismus

„Freiheit als Unterwerfung“ – mit seinem Buchtitel bringt Patrick Schreiner die vielen Paradoxien des Neoliberalismus auf den Punkt. Anhand verschiedener Lebensbereiche analysiert er, wie diese Ideologie in unseren Alltag hineinwirkt und welche Konsequenzen sie hat. Überraschend sind seine konkreten Beobachtungen zwar nicht, schließlich erleben auch wir sie jeden Tag und am eigenen Leib. Und doch ist es erschreckend, wie omnipräsent und mächtig die vermeintliche Erfolgsgeschichte vom freien Markt bereits geworden ist.

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Der Mensch, ein soziales Wesen?

Es ist überall. Und es macht mich krank. Um mich herum werden die Menschen dazu gebracht, gegeneinander zu arbeiten anstatt miteinander. Sie sollen konkurrieren, sie sollen sich auf den eigenen Vorteil konzentrieren, das bestmögliche für sich rausholen. Denn – so lautet das ewige Versprechen – wenn jede*r sich um den eigenen Wohlstand kümmert, dann geht es am Ende allen gut. Pustekuchen.

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Altersvorsorge jenseits von Wachstumszwängen

Kirsten Dohmwirth studiert VWL und Ehtnologie an der Georg-August-Universität in Göttingen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts beschäftigt sie sich mit der Frage, inwiefern Kommunen eine neue Form der Alterssicherung darstellen können. Sie besuchte dafür unter anderem die Kommune Niederkaufungen und die Villa Locomuna. Im Interview hat sie mir erzählt, welche Beobachtungen sie dort machte.

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Kommune: Eine andere Zeitzone

Geduld gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken. Ich mag es, wenn Dinge erledigt sind und ich wieder einen Punkt auf meiner To-Do-Liste abhaken kann. Das klingt irgendwie spießig und allzu strebsam. Aber wer hat eigentlich gesagt, dass es cool sei, Aufgaben erst auf den letzten Drücker zu erledigen?! Nichts desto trotz gibt es Angelegenheiten, die ihre Zeit brauchen – ob ich das gut finde oder nicht. Und es gibt Orte, da ticken die Uhren einfach anders…

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Die Hungersnot und ich

Zahlen und Fakten gibt es genug: 870 Millionen Menschen auf der Welt hungern. Das ist ungefähr jede*r achte. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Das sind 8,8 Millionen Menschen pro Jahr. Neu ist das nicht. Im Gegenteil: Wir haben uns an diesen Zustand gewöhnt, wir kennen es nicht mehr anders. Klar, es ist ein Skandal, aber er ist so weit weg, zumindest gefühlt. Was hat es schon mit mir und meinem Alltag zu tun, wenn am anderen Ende der Welt eine Hungernot ausbricht?

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Foodsharing: Kooperation oder Systemkritik?

Es muss schon seltsam aussehen, wenn wir in der Straßenbahn stehen und mehrere Kartons mit Croissants, Berlinern und Mohnkuchen transportieren. Dann noch die vollen Rucksäcke und die großen Beutel voller Brot und Brötchen. Gerne biete ich den Leuten, die uns ansprechen, etwas an. Schließlich ist genug da. Kurz erkläre ich ihnen, wo diese Massen an Backwaren herkommen und was wir damit machen. „Foodsharing?“, fragen sie ungläubig. „Davon habe ich noch nichts gehört.“

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