Der Deutschen liebstes Gemüse

Die Moderatorin schlägt einen bedrohlichen Tonfall an. Den ist man bei Spiegel TV zwar bereits gewöhnt, aber dennoch klingt es erst einmal viel versprechend. Dass der wachsende Fleischeshunger nur mit einem gleichzeitigen Sittenverfall einhergehen kann, ist keine wirklich neue Nachricht. Dass Massentierhaltung ein Problem für Mensch und Tier werden wird, vielleicht schon eher – je nachdem, wer vor dem Fernseher sitzt. Von „katastrophalen Auswirkungen“ ist die Rede, ehe eine mögliche Lösung präsentiert wird.

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Ja, ich bin anders!

Nein, ich kann euch beruhigen: Ich fühle mich nicht ausgegrenzt. Ich befinde mich zwar in einer Minderheit und nicht selten bin ich die einzige Veganerin im Raum. Aber allein fühle ich mich deshalb noch lange nicht. Und isoliert oder diskriminiert ebenso wenig. Keine Sorge. Offenbar muss ich diesen Umstand einmal klarstellen, denn am vergangenen Wochenende drehten sich gleich zwei Gespräche um dieses Thema. Ich habe fast den Eindruck, meine Mitmenschen machen sich darüber mehr Gedanken als ich.

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Fleisch aus dem Labor

Noch ist es Zukunftsmusik, aber in den USA arbeiten Forscher bereits mit Hochdruck am In-Vitro-Fleisch. „Es ist eine Frage der Zeit und eine Frage des Geldes“, sagt Bio-Ingenieur Vladimir Mironov. Geld kommt inzwischen unter anderem von der Tierrechtsorganisation Peta. Nur der Faktor Zeit lässt sich so schnell nicht aus der Welt schaffen. Bislang ist eine Fleischzucht in großen Mengen nicht möglich. Zum Glück, wie ich finde.

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Bewegung im Ruhrpott

Könnte es sein, dass sich tatsächlich etwas ändert? Könnte es sein, dass tatsächlich immer mehr Menschen über ihre Ernährung nachdenken? Und könnte es sein, dass die vegetarische/vegane Bewegung tatsächlich auf dem Vormarsch ist? Immer wieder werde ich als Veganer damit konfrontiert, in der Minderheit zu sein. In einer Minderheit, die gerne belächelt und noch lieber angegriffen wird. Aber am vergangenen Wochenende war alles anders.

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Das Gute liegt so nah

Diese Woche hatten es die Marktfrauen in Würzburg wirklich nicht leicht. Als ich am Dienstagmorgen mit dem Rad in die Innenstadt fuhr, zeigte das Thermometer minus sechs Grad. Schon nach zehn Minuten hatte ich das Gefühl, der Fahrtwind würde meine Ohren gleich absterben lassen (Eine Mütze wäre wohl eine gute Idee gewesen, aber was man nicht im Kopf hat…). Die Verkäuferin am Stand des Biohofs lud mich ein, in ihr kleines „Zelt“ zu kommen. Im Inneren sorgte ein Wärmestrahler für annehmbare Temperaturen.

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Ein froher Verzicht

Im Grunde ist es egal, wo ich hingehe. Ob im Supermarkt, im Café, im Restaurant oder bei Freunden – was das Essen angeht, ist meine Auswahl meistens in irgendeiner Weise eingeschränkt. Da ist zum Beispiel die Milch im Kaffee, das Süßmolkenpulver in den Chips oder die Fleisch-Karte im Restaurant … und so weiter. Überall wimmelt es von Produkten, die ich nicht konsumieren möchte. Inzwischen ist das für mich kein Problem mehr. Es ist normal, an ganzen Regalen im Supermarkt einfach vorbeizugehen. Ich brauche sie nicht.

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Gute Vorsätze ade

Alle reden sie wieder davon. Und wie so oft nervt es mich. Als gäbe es nicht schon genug Dinge, die mich aufregen. Aber pünktlich zum 1. Januar eines jeden Jahres geht es überall wieder um die guten Vorsätze. Als hätten sie je irgendetwas gebracht, geschweige denn etwas geändert. Dass ich nicht lache. Die meisten werden doch nach wenigen Tagen wieder gekonnt ignoriert. Wer nimmt sie schon noch ernst? Natürlich gibt es – wie immer und überall – Ausnahmen, aber die bestätigen ja bekanntlich nur die Regel.

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