Eine Antwort auf HNA-Kommentar

Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hat vom 30. August bis 4. September sein Camp in der Kasseler Goetheanlage aufgeschlagen und eine Vielzahl von Aktionen organisiert. Der HNA-Redakteur Axel Schwarz schrieb dazu am 3. September einen Kommentar, der meiner Meinung nach so nicht stehen bleiben kann. Deshalb habe ich eine Antwort formuliert:

Sehr geehrter Herr Schwarz,

mit Verlaub: Wer hatte noch mal die Idee, Ihren Kommentar zu den Protesten von „Rheinmetall entwaffnen“ in einer Zeitung abzudrucken? Aus journalistischer wie aktivistischer Sicht mangelt es Ihrem Text nicht nur an stichhaltigen Argumenten, sondern auch an einer realistischen Einschätzung der Weltlage. Ja, ein Kommentar erlaubt Journalist*innen ihre Meinung zu äußern. Im besten Fall sollte sie allerdings begründet werden, sodass Leser*innen der Meinungsbildung folgen können – oder auch nicht.

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Kassel: Waffen für Kriege in aller Welt

Manchmal fahren sie durch die Stadt, oft in den frühen Morgenstunden: Panzerfahrzeuge in Tarnfarben auf ihrem Weg in Kriegseinsätze auf der ganzen Welt. Produziert werden sie quasi direkt vor unserer Haustür, in den Kasseler Fabriken von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall. Diese Firmen profitieren nicht nur von europäischer und globaler Aufrüstung, die seit einigen Jahren stetig zunimmt. Sie ziehen auch ihren Nutzen aus der Geheimhaltung von Rüstungsexporten auf Bundesebene sowie aus dem deutlichen Schweigen in der lokalen Öffentlichkeit.

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