Symptome lindern oder Ursachen bekämpfen?

Ich bin überfordert, schlicht und ergreifend überfordert. Immer wieder spüre ich den Impuls, mich zurückziehen, mich mit dem Thema Asylpolitik nicht mehr zu beschäftigen und mich an anderer Stelle zu engagieren. Gleichzeitig weiß ich: Das geht nicht! Es geht hier um so viel, es steht so viel auf dem Spiel, dass ich nicht einfach einen Rückzieher machen kann – auch wenn es bequemer wäre.

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Sommer, Sonne, Abschiebung

Mein letzter Artikel ist nun schon über einen Monat alt. Da stellen sich doch gleich ein paar berechtigte Fragen: Machen Aktivist*innen eigentlich Urlaub? Gibt es auch in politischen Bewegungen ein „Sommerloch“? Und wenn ja – können wir uns das überhaupt leisten? Von meinem Schreibtisch aus schaue ich in den wolkenlosen Himmel, bei knapp 30 Grad. Und leider weiß ich: Der (Sonnen)schein trügt.

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Auf der Flucht

Es läuft mir kalt den Rücken runter, als er neben mir steht. Er schreit, aber ich verstehe seine Sprache nicht. Und trotzdem kann ich sie spüren, seine Verzweiflung, seine Angst und seine Sehnsucht. Er ist auf der Flucht: In der Hoffnung auf ein besseres Leben hat er sich in ein Boot gesetzt, das ihn an die europäische Küste bringen soll. Und das obwohl so viele seiner Freunde diese Reise nicht überlebt haben.

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