Foodsharing: Kooperation oder Systemkritik?

Es muss schon seltsam aussehen, wenn wir in der Straßenbahn stehen und mehrere Kartons mit Croissants, Berlinern und Mohnkuchen transportieren. Dann noch die vollen Rucksäcke und die großen Beutel voller Brot und Brötchen. Gerne biete ich den Leuten, die uns ansprechen, etwas an. Schließlich ist genug da. Kurz erkläre ich ihnen, wo diese Massen an Backwaren herkommen und was wir damit machen. „Foodsharing?“, fragen sie ungläubig. „Davon habe ich noch nichts gehört.“

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Ein Leben ohne Bedingungen

Ich weiß gar nicht mehr so richtig, wie das geht: Nichts tun. Klingt doch ganz einfach. Und höre ich mich mal ein wenig um, dann scheint sich auch jede*r danach zu sehnen. Einfach mal ausspannen, ohne Stress, ohne Verpflichtungen. Der Jahresurlaub wird monatelang herbeigesehnt. Zwei Wochen am Strand. Das haben wir uns doch verdient!

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Teller statt Tonne

Meine Hände zitterten – ausnahmsweise nicht vor Kälte, sondern vor Aufregung. Ich hob den Deckel der Mülltonne an und leuchtete mit der Taschenlampe hinein. Gleichzeitig horchten meine Ohren aufmerksam, ob sich in der Nähe irgendetwas rührte. Doch die Angst, erwischt zu werden, war schnell vergessen, als ich die Massen an Obst und Gemüse sah, die dieser Supermarkt offenbar für nicht mehr konsumtauglich hielt.

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