Wie funktioniert Kommune?

Immer wieder ernte ich fragende Blicke, wenn ich erzähle, dass ich in einer politischen Kommune lebe. Was ist das genau? Wie kann eine gemeinsame Kasse funktionieren? Und gehen die ständigen Diskussionen nicht irgendwann auf die Nerven? Fragen über Fragen, die die Kommunard*innen in der Region Kassel gerne beantworten – theoretisch und praktisch. Auch in diesem Jahr sind wieder zwei Interkommune-Seminare geplant.

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Genug ist genug: Mein Gewissen und ich

Viel öfter als mir lieb ist, muss ich mich mit ihm auseinandersetzen. Dabei wäre es wohl in vielen Fällen gar nicht notwendig. Doch ständig meldet es sich zu Wort und versucht – oft mit Erfolg – mir einzureden, dass ich mehr hätte leisten können, sollen, müssen. Ich spreche von meinem schlechten Gewissen. Vielleicht wäre es gut, ihm mal ein wenig auf die Pelle zu rücken. Was steckt dahinter, wenn ich mir mal wieder den Kopf zerbreche über meine Vorhaben oder über Dinge, die ich eigentlich schon erledigt habe? Was passiert da mit mir, wenn ich das Gefühl entwickle, das Ergebnis sei nicht zufriedenstellend? Und warum tue ich bestimmte Dinge, obwohl ich sie vielleicht gar nicht tun will?

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Hierarchie adé: Über eine politische Willkommenskultur

An Problemen mangelt es ja grundsätzlich selten. Ich muss nur in die Tageszeitung schauen, im Internet surfen oder durch die Fußgängerzone laufen – überall kann ich mal mehr, mal weniger deutlich erkennen, wo eine Veränderung dringend Not tun würde. Zum Glück bin ich nicht die Einzige, der es so geht: Immer mehr Menschen engagieren sich, um ganz konkret eine Welt zu realisieren, so wie sie sich vorstellen – gerecht, solidarisch und ohne Herrschaftsstrukturen. Aber als gäbe es nicht schon genug zu tun, entstehen dabei auch ganz neue Probleme. Probleme, für die wir selbst verantwortlich sind und die uns zeitweise sogar vergessen lassen, worum es eigentlich geht.

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Das Unmögliche fordern

Es ist ziemlich genau zwei Jahre her, dass ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Nachdem ich meine ersten Studentenjahre ganz klassisch in den entsprechenden WGs verbracht hatte, trieb es mich in die selbst gewählte Einsamkeit. Und ich war unglaublich glücklich damit: Ein Badezimmer ganz für mich allein, kein notgedrungener Small-Talk, kein Ärger wegen Müll, Kühlschrank oder Müll im Kühlschrank. Klar, es war eine schöne Zeit und ich habe viele nette Menschen kennengelernt. Aber ich hatte genug, ich musste etwas ändern.

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Kommune: Eine bewusste Entscheidung

Ich musste viele Fragen beantworten in letzter Zeit: Was ist denn eine Kommune? Hast du noch ein eigenes Zimmer? Wie viele Menschen leben dort? Und wie funktioniert denn bitte gemeinsame Ökonomie? Meistens konnte ich relativ fundiert antworten, schließlich hatte ich mich mit dem Thema schon eine Weile auseinandergesetzt. Und schließlich stand nun mein Umzug in eine solche Kommune an – da sollte ich schon ein wenig Bescheid wissen über die Rahmenbedingungen. Eine Frage hörte ich allerdings kaum: Warum machst du das? Dabei ist das doch vielleicht die wichtigste aller Fragen…

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Ein Leben ohne Bedingungen

Ich weiß gar nicht mehr so richtig, wie das geht: Nichts tun. Klingt doch ganz einfach. Und höre ich mich mal ein wenig um, dann scheint sich auch jede*r danach zu sehnen. Einfach mal ausspannen, ohne Stress, ohne Verpflichtungen. Der Jahresurlaub wird monatelang herbeigesehnt. Zwei Wochen am Strand. Das haben wir uns doch verdient!

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Nobody’s perfect

Kanada, Skandinavien, Indien, Namibia… es gibt schon einige Orte auf der Welt, die ich gerne besuchen würde. Es ist einfach eine tolle Vorstellung: Koffer packen, alles hinter sich lassen, fremde Menschen und Kulturen erleben, Erfahrungen sammeln, sich selbst weiter entwickeln. Seitdem ich 2009 für einige Wochen in Ghana war, packt mich regelmäßig das Fernweh – und gleichzeitig meistens auch das Bedürfnis, nicht nur zu reisen, sondern vor Ort ein irgendein sinnvolles Projekt zu unterstützen. Doch inzwischen tut sich dabei gleichzeitig auch ein nicht zu unterschätzendes Problem auf: die Anreise.

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Wenn Träume wahr werden…

Schon lange hat mich kein Film mehr so berührt. Es mag sein, dass ich schon lange keinen solchen Film mehr angeschaut habe und vielleicht war ich an diesem Abend auch überdurchschnittlich empfänglich für solche Gefühle, aber ich bleibe dabei: Nach diesem Film ist in mir etwas erwacht.

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