Ein offenes Wohnzimmer in Kassel

Der Name sorgt erst einmal für viele Fragezeichen. Ein Fachbeschäft für Interaktion – was bitte soll das sein? Im Gespräch mit den beiden Initiatoren Maike und Tobi wird mir schnell klar: Das Ganze ist ein Experiment, dessen Ergebnis noch nicht feststeht. Doch als Beispiel für selbstorganisierte Projekte kann es schon jetzt Impulse geben für Menschen, die vom ständigen Konsum genug haben. So wie ich.

Weiterlesen

Konsumkritik: Zwischen Anspruch und Wirkung

Es gibt wahrscheinlich kaum ein Thema, das mich in den letzten Jahren so viel beschäftigt hat. Ob es nun der Einstieg in den Veganismus, der Kauf von Fairtrade-Kaffee, die Klamotten aus dem Umsonstladen, das Solawi-Gemüse, das Containern oder die Vermeidung von Palmöl in meinem Shampoo war – immer wieder ging es um das Thema Konsum. Was und wie konsumiere ich? Welche Folgen hat das? Und welche Alternativen gibt es?

Weiterlesen

Gemeinsame Ökonomie: Ungleiche an gedeckten Tischen

Es mutet schon ein wenig paradox an: Ich sitze in einer Vorlesung und lasse mir die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre erklären. Das ist nicht sonderlich kompliziert und klingt auf den ersten Blick auch alles relativ logisch. Verlasse ich allerdings den Hörsaal, bekommt diese Logik gewaltige Risse – und das gleich aus zwei Gründen.

Weiterlesen

Das Unmögliche fordern

Es ist ziemlich genau zwei Jahre her, dass ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Nachdem ich meine ersten Studentenjahre ganz klassisch in den entsprechenden WGs verbracht hatte, trieb es mich in die selbst gewählte Einsamkeit. Und ich war unglaublich glücklich damit: Ein Badezimmer ganz für mich allein, kein notgedrungener Small-Talk, kein Ärger wegen Müll, Kühlschrank oder Müll im Kühlschrank. Klar, es war eine schöne Zeit und ich habe viele nette Menschen kennengelernt. Aber ich hatte genug, ich musste etwas ändern.

Weiterlesen

Kommune: Eine bewusste Entscheidung

Ich musste viele Fragen beantworten in letzter Zeit: Was ist denn eine Kommune? Hast du noch ein eigenes Zimmer? Wie viele Menschen leben dort? Und wie funktioniert denn bitte gemeinsame Ökonomie? Meistens konnte ich relativ fundiert antworten, schließlich hatte ich mich mit dem Thema schon eine Weile auseinandergesetzt. Und schließlich stand nun mein Umzug in eine solche Kommune an – da sollte ich schon ein wenig Bescheid wissen über die Rahmenbedingungen. Eine Frage hörte ich allerdings kaum: Warum machst du das? Dabei ist das doch vielleicht die wichtigste aller Fragen…

Weiterlesen

Gemeinsam ackern

Jedes Mal fühle ich mich aufs Neue erschlagen: diese riesige Auswahl, die vielen Kisten, die großen Angebotsschilder. Geht es hier wirklich noch um Lebensmittel? Um unsere Ernährung? Um Natur? Ich befürchte nicht. Wie so viele unserer Bedürfnisse gehorcht auch unsere Versorgung mit frischem Obst und Gemüse inzwischen den Gesetzen des Marktes.

Weiterlesen

Ein Leben ohne Bedingungen

Ich weiß gar nicht mehr so richtig, wie das geht: Nichts tun. Klingt doch ganz einfach. Und höre ich mich mal ein wenig um, dann scheint sich auch jede*r danach zu sehnen. Einfach mal ausspannen, ohne Stress, ohne Verpflichtungen. Der Jahresurlaub wird monatelang herbeigesehnt. Zwei Wochen am Strand. Das haben wir uns doch verdient!

Weiterlesen

Die Zukunft des Teilens

Sie geben sich wirklich viel Mühe, die Autoren von Spiegel, Süddeutscher und FAZ. Sie wollen mir die Augen öffnen, mich auf den rechten Pfad zurückbringen, mir die Flausen aus dem Kopf treiben. Ich höre sie förmlich auf mich einreden: Klingt ja ganz nett, dein Gerede von Revolution und solidarischer Gemeinschaft. Aber hey, das glaubst du doch selber nicht, oder?

Weiterlesen

Alles für alle und zwar umsonst!

Es ist so naheliegend und doch für viele erst einmal gewöhnungsbedürftig: Einkaufen ohne Geld. Wie soll das gehen? Braucht es nicht irgendeine Gegenleistung, wenn ich ein Produkt mit nach Hause nehme? Muss ich mich nicht rechtfertigen, warum ich etwas brauche?

Weiterlesen

Alles oder nichts

Es ist ein alt bekanntes Phänomen. Leider. Obwohl unser Konsum jeden Tag Auswirkungen auf die Umwelt und andere Teile der Welt hat, schafft es dieser tägliche Skandal nur selten in die Medien. Dazu braucht es einen aktuellen Aufhänger: Am besten Zahlen und Statistiken, die sich gut in eine Nachricht verpacken lassen. Garniert mit ein paar Expertenstimmen greift die Presse diese gerne auf. Nachhaltige Berichterstattung bleibt hingegen meistens aus. Beispiel gefällig?

Weiterlesen