Wann werden wir (er)wachsen?

Es mutet auf den Blick ein wenig seltsam an: Eine Architektin und Ökologin, die unser Geldsystem kritisiert, ohne auch nur eine einzige Vorlesung der Wirtschaftswissenschaften besucht zu haben. Hat sie die Kompetenz oder gar das Recht, an den „Grundfestem der ökonomischen Wissenschaften“ zu rütteln? Ich denke: Ja, unbedingt.

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So sieht Demokratie aus

Es war schon eine ungewöhnliche Situation: Plötzlich stand ich dort eingehakt in einer Menschenmenge, umkreist von unzähligen Polizisten und musste mich dagegen wehren, gewaltsam gegen eine Parkbank gedrückt zu werden. Die Beamten standen mir direkt gegenüber, in ihren Gesichtern so gut wie keine Regung. Wenig später stürzte ich bei ihrem Ansturm zu Boden – und damit bin ich im Vergleich zu anderen wohl noch glimpflich davon gekommen.

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Wo sind die Demokraten?

Es war schon irgendwie enttäuschend. Natürlich hatte ich nicht mit Massen gerechnet, aber ein paar Zuhörer mehr hätte ich mir schon gewünscht. Leider saßen schlussendlich nur knapp 15 Leute auf ihren Plätzen, als Tine Steininger mit ihrem Vortrag startete. Die Berliner Studentin gehört zum Koordinierungskreis von Attac – so etwas wie das zentrale bundesweite Organ, das Attac nach außen vertritt. Sie sprach in Würzburg über die Ursachen und den Verlauf der Eurokrise, mögliche Lösungen und Alternativen und zu guter Letzt auch über die geplanten Mai-Aktionstage in Frankfurt.

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Aus den Augen, aus dem Sinn

Es könnte so einfach sein. Die Demonstration am Wochenende mit anschließender kalten Volxküche („Vokü“) hat es mal wieder bewiesen: Die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand zu schauen ist da. Aber sie muss geweckt werden. Von alleine gehen viele Menschen die offensichtlichen Probleme im Alltag nicht an. Oft müssen sie erst mit der Nase drauf gestoßen werden, damit sie ihr eigenes Handeln in Frage stellen – und am besten liefert man den passenden Lösungsvorschlag gleich mit dazu.

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Frage ohne Antwort

Ich muss zugeben, es fällt mir auch nicht leicht. Auch ich bin auf der Suche nach Antworten. Nach Alternativen, die eine Perspektive haben. Nach Lösungsvorschlägen, die Schritt für Schritt umsetzbar sind. Aber im Moment müssen wir uns wohl damit abfinden, dass es noch keine Patentlösungen gibt. Sie müssen sich erst noch entwickeln – und daran können wir arbeiten, vor allem im Kleinen.

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Eine Asamblea für Würzburg

Alles ist im Umbruch – so scheint es mir. Aktivisten hier, Aktionen dort, Konferenzen da. Überall um mich herum arbeiten die Menschen am weltweiten Wandel. Sie sind unzufrieden damit, wie es läuft – in der Politik, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft. Sie wollen die Dinge wieder selbst in die Hand nehmen und ihre Meinung sagen. Es mag sein, dass ich diese Bewegung zurzeit ein wenig überbewerte, weil ich selbst mitten drin stecke. Ein Außenstehender, der von den Diskussionen rund um Basisdemokratie und Umverteilung nichts mitbekommt, sieht die Sache vielleicht ganz anders. Dennoch: Seit der spanischen 15M-Bewegung, seit Occupy-Wallstreet und seit den großen Aktionskonferenzen in Frankfurt ist die Welt eine andere – zumindest für mich.

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Wir bewegen uns!

„Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen“, sagte einst Sokrates. Bei der gestrigen Demo zum Aktionstag 15. Januar baumelte es  um meinen Hals, in Großbuchstaben auf einem neongelben Plakat – und das hatte einen guten Grund. Für mich steckt in diesem Satz so viel mehr als nur eine alte griechische Weisheit, die man sich an die Pinnwand hängt.

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