Mehr als nur Sozialromantik

Christoph hat seinen Job im Callcenter gekündigt und wird nun Erzieher. Erdmuthe machte eine Reise nach Kreta und eine Weiterbildung im spirituellen Bereich. Matthias hat Geld gespendet und ein wenig sorgenfreier gelebt. All das konnten sie tun, weil sie ein Grundeinkommen gewonnen haben. Ein Jahr lang bekamen sie 1000 Euro im Monat – bedingungslos und steuerfrei. Christoph, Erdmuthe und Matthias sind drei von inzwischen 74 Gewinner*innen von „Mein Grundeinkommen“.

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Das schöne Leben – Was ist das?

Dieses Zitat gehört zu meinen Lieblingssprüchen: „Her mit dem schönen Leben!“ Es bringt so viel auf den Punkt, ist eingängig und leicht zu verstehen. Ein schönes Leben – das wollen wir doch alle! Und es steht allen Menschen gleichermaßen zu. Niemand sollte sich um das Überleben, das finanzielle Auskommen oder den sozialen Status sorgen müssen. Wir alle haben ein Recht darauf, in Würde und in Frieden zu leben – und selbst zu entscheiden, wie unser Leben aussehen soll. Doch so einfach und banal diese Forderung auch ist: Was ist denn das schöne Leben?

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Leben im Neoliberalismus

„Freiheit als Unterwerfung“ – mit seinem Buchtitel bringt Patrick Schreiner die vielen Paradoxien des Neoliberalismus auf den Punkt. Anhand verschiedener Lebensbereiche analysiert er, wie diese Ideologie in unseren Alltag hineinwirkt und welche Konsequenzen sie hat. Überraschend sind seine konkreten Beobachtungen zwar nicht, schließlich erleben auch wir sie jeden Tag und am eigenen Leib. Und doch ist es erschreckend, wie omnipräsent und mächtig die vermeintliche Erfolgsgeschichte vom freien Markt bereits geworden ist.

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Genug ist genug: Mein Gewissen und ich

Viel öfter als mir lieb ist, muss ich mich mit ihm auseinandersetzen. Dabei wäre es wohl in vielen Fällen gar nicht notwendig. Doch ständig meldet es sich zu Wort und versucht – oft mit Erfolg – mir einzureden, dass ich mehr hätte leisten können, sollen, müssen. Ich spreche von meinem schlechten Gewissen. Vielleicht wäre es gut, ihm mal ein wenig auf die Pelle zu rücken. Was steckt dahinter, wenn ich mir mal wieder den Kopf zerbreche über meine Vorhaben oder über Dinge, die ich eigentlich schon erledigt habe? Was passiert da mit mir, wenn ich das Gefühl entwickle, das Ergebnis sei nicht zufriedenstellend? Und warum tue ich bestimmte Dinge, obwohl ich sie vielleicht gar nicht tun will?

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