Nach G20: Mein Gefühlskarussell und offene Fragen

Ich sollte vielleicht einfach kein Radio mehr hören, keine Zeitung mehr lesen – von Twitter und Facebook ganz zu schweigen. Überall schreit mich die Berichterstattung über die Gipfelproteste in Hamburg an. Und ich bin überfordert, gleich aus mehreren Gründen: Persönliche Erlebnisse müssen irgendwie verarbeitet werden, gleichzeitig habe ich das Gefühl, mich politisch-strategisch positionieren zu müssen. Ich möchte meine Erlebnisse in einen Kontext stellen, der irgendeinen Sinn ergibt. Damit ich irgendwas mitnehmen kann, damit ich einen Punkt machen kann – und nicht auf meinem Frust, meiner Wut und meiner Traurigkeit sitzen bleibe.

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So sieht Demokratie aus

Es war schon eine ungewöhnliche Situation: Plötzlich stand ich dort eingehakt in einer Menschenmenge, umkreist von unzähligen Polizisten und musste mich dagegen wehren, gewaltsam gegen eine Parkbank gedrückt zu werden. Die Beamten standen mir direkt gegenüber, in ihren Gesichtern so gut wie keine Regung. Wenig später stürzte ich bei ihrem Ansturm zu Boden – und damit bin ich im Vergleich zu anderen wohl noch glimpflich davon gekommen.

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Ja, ich war in Frankfurt. Aber …

Es kam so, wie ich es erwartet hatte. Die Anti-Kapitalismus-Demo in Frankfurt schaffte es in die abendliche Tagesschau. Nur leider mit einer anderen Botschaft, als ich es mir am Morgen noch erhofft hatte. Statt um politisch aktuelle Inhalte ging es um die Ausschreitungen: Es wurden Steine geschmissen, Menschen kamen zu Schaden und wurden festgenommen. Die Demo hatte ihr Ziel nicht erreicht – für mich gleich in zweifachem Sinne.

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