There is no alternative – Bildet Banden!

Auch das Interkomm-Netzwerk Nordhessen beteiligt sich am Blockupy-Aktionstag am 18. März 2015. Was die Kommune-Bewegung mit Krise und Protest zu tun hat:

Die Krisenanfälligkeit des Systems ist alternativlos!
Denn Kapitalismus ist eine dauerhafte Krise!

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Foodsharing: Kooperation oder Systemkritik?

Es muss schon seltsam aussehen, wenn wir in der Straßenbahn stehen und mehrere Kartons mit Croissants, Berlinern und Mohnkuchen transportieren. Dann noch die vollen Rucksäcke und die großen Beutel voller Brot und Brötchen. Gerne biete ich den Leuten, die uns ansprechen, etwas an. Schließlich ist genug da. Kurz erkläre ich ihnen, wo diese Massen an Backwaren herkommen und was wir damit machen. „Foodsharing?“, fragen sie ungläubig. „Davon habe ich noch nichts gehört.“

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Wenn der Haussegen schief hängt

Kommune heißt nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Im Grunde war mir das schon vor meinem Einstieg klar. Trotzdem war es eine besondere Situation, dass ein relativ großer Konflikt unser Zusammenleben so auf die Probe gestellt hat, noch während ich langsam in der Gemeinschaft ankomme. Wie geht eine Gruppe mit solchen Herausforderungen um? Welche Lösungen gibt es? Und: Was ist die Moral von der Geschicht‘?

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Konsumkritik: Zwischen Anspruch und Wirkung

Es gibt wahrscheinlich kaum ein Thema, das mich in den letzten Jahren so viel beschäftigt hat. Ob es nun der Einstieg in den Veganismus, der Kauf von Fairtrade-Kaffee, die Klamotten aus dem Umsonstladen, das Solawi-Gemüse, das Containern oder die Vermeidung von Palmöl in meinem Shampoo war – immer wieder ging es um das Thema Konsum. Was und wie konsumiere ich? Welche Folgen hat das? Und welche Alternativen gibt es?

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Gemeinsame Ökonomie: Ungleiche an gedeckten Tischen

Es mutet schon ein wenig paradox an: Ich sitze in einer Vorlesung und lasse mir die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre erklären. Das ist nicht sonderlich kompliziert und klingt auf den ersten Blick auch alles relativ logisch. Verlasse ich allerdings den Hörsaal, bekommt diese Logik gewaltige Risse – und das gleich aus zwei Gründen.

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Ohne Polizei und Pfefferspray: Antikapitalismus konkret

Es hat nicht lange gedauert, da geisterten sie wieder durch die Medien: Die ach so gewaltbereiten Aktivist*innen, die nichts anderes im Sinn haben als Zerstörung, Sachbeschädigung und Schlägereien mit der Polizei. Auch nach den diesjährigen Blockupy-Protesten durften diese Bilder natürlich nicht fehlen: Böse Antikapitalist*innen, die über Zäune klettern und die Europäische Zentralbank mit Farbbomben bewerfen. Und ich frage mich, wer denn gefährlicher ist: Die 2000 Demonstranten, die in Frankfurt gegen die Sparpolitik der Troika protestieren? Oder der „alternativlose“ Kapitalismus, der die tägliche Ausbeutung von Mensch und Natur in Kauf nimmt, um das Rad des Profits am Laufen zu halten?

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Hinein ins Feindgebiet

Hätte mir vor ein, zwei Jahren jemand gesagt, dass ich mal mit über 300 Leuten in einem Hörsaal sitze und mir erklären lasse, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert – ich hätte wohl kräftig mit dem Kopf geschüttelt. Inzwischen habe ich mich aber tatsächlich ins Feindgebiet begeben und mich für einen Studiengang der Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben. Es gibt Dinge, die ändern sich.

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Kommune: Eine bewusste Entscheidung

Ich musste viele Fragen beantworten in letzter Zeit: Was ist denn eine Kommune? Hast du noch ein eigenes Zimmer? Wie viele Menschen leben dort? Und wie funktioniert denn bitte gemeinsame Ökonomie? Meistens konnte ich relativ fundiert antworten, schließlich hatte ich mich mit dem Thema schon eine Weile auseinandergesetzt. Und schließlich stand nun mein Umzug in eine solche Kommune an – da sollte ich schon ein wenig Bescheid wissen über die Rahmenbedingungen. Eine Frage hörte ich allerdings kaum: Warum machst du das? Dabei ist das doch vielleicht die wichtigste aller Fragen…

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Gemeinsam ackern

Jedes Mal fühle ich mich aufs Neue erschlagen: diese riesige Auswahl, die vielen Kisten, die großen Angebotsschilder. Geht es hier wirklich noch um Lebensmittel? Um unsere Ernährung? Um Natur? Ich befürchte nicht. Wie so viele unserer Bedürfnisse gehorcht auch unsere Versorgung mit frischem Obst und Gemüse inzwischen den Gesetzen des Marktes.

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Ein Leben ohne Bedingungen

Ich weiß gar nicht mehr so richtig, wie das geht: Nichts tun. Klingt doch ganz einfach. Und höre ich mich mal ein wenig um, dann scheint sich auch jede*r danach zu sehnen. Einfach mal ausspannen, ohne Stress, ohne Verpflichtungen. Der Jahresurlaub wird monatelang herbeigesehnt. Zwei Wochen am Strand. Das haben wir uns doch verdient!

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