Eine Asamblea für Würzburg

Alles ist im Umbruch – so scheint es mir. Aktivisten hier, Aktionen dort, Konferenzen da. Überall um mich herum arbeiten die Menschen am weltweiten Wandel. Sie sind unzufrieden damit, wie es läuft – in der Politik, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft. Sie wollen die Dinge wieder selbst in die Hand nehmen und ihre Meinung sagen. Es mag sein, dass ich diese Bewegung zurzeit ein wenig überbewerte, weil ich selbst mitten drin stecke. Ein Außenstehender, der von den Diskussionen rund um Basisdemokratie und Umverteilung nichts mitbekommt, sieht die Sache vielleicht ganz anders. Dennoch: Seit der spanischen 15M-Bewegung, seit Occupy-Wallstreet und seit den großen Aktionskonferenzen in Frankfurt ist die Welt eine andere – zumindest für mich.

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Das Gute liegt so nah

Diese Woche hatten es die Marktfrauen in Würzburg wirklich nicht leicht. Als ich am Dienstagmorgen mit dem Rad in die Innenstadt fuhr, zeigte das Thermometer minus sechs Grad. Schon nach zehn Minuten hatte ich das Gefühl, der Fahrtwind würde meine Ohren gleich absterben lassen (Eine Mütze wäre wohl eine gute Idee gewesen, aber was man nicht im Kopf hat…). Die Verkäuferin am Stand des Biohofs lud mich ein, in ihr kleines „Zelt“ zu kommen. Im Inneren sorgte ein Wärmestrahler für annehmbare Temperaturen.

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Wir bewegen uns!

„Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen“, sagte einst Sokrates. Bei der gestrigen Demo zum Aktionstag 15. Januar baumelte es  um meinen Hals, in Großbuchstaben auf einem neongelben Plakat – und das hatte einen guten Grund. Für mich steckt in diesem Satz so viel mehr als nur eine alte griechische Weisheit, die man sich an die Pinnwand hängt.

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Was den Menschen gut tut

Ich muss zugeben, ich war ein wenig nervös, als ich mich auf den Weg nach Frankfurt machte. Mein Ziel war das Protestcamp vor der EZB. Schon seit ihren Anfängen hat mich die „Occupy“-Bewegung fasziniert: die Spontanität, die vielen unterschiedlichen Menschen, der Aktionismus – endlich jemand, der aufsteht, der etwas tut, der sich nicht mehr alles gefallen lässt.

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Neue Stadt – Neues Glück

Erstmal hatte ich Respekt. Allein in einer neuen Stadt – das kann einem schon ein wenig Angst machen. Obwohl ich dem Tag des Umzugs von Dortmund nach Würzburg sehr gelassen entgegen geblickt habe, machte sich in der ersten Nacht im neuen Bett doch ein etwas mulmiges Gefühl breit. Doch zum Glück verzogen sich die negativen Gedanken schnell – spätestens beim ersten Spaziergang am Main entlang. Unterfranken ist schon was anderes als der Pott.

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