Teilen ist Klimaschutz

Dank der Aktivist*innen von Fridays for Future ist das Klima-Thema inzwischen in aller Munde. Völlig zurecht sprechen sie nicht mehr vom Klimawandel, sondern von der Klimakatastrophe. Die Zahl der Unterstützer*innen und auch der Druck auf die Politik wird stetig größer. Im letzten Monat fanden weltweite Aktionen statt, u.a. ein Klimastreik am 20. September. Ich habe großen Respekt vor den Mobilisierungserfolgen, die diese Bewegung Woche um Woche feiert. Es ist unglaublich viel wert, dass sie ihren Ärger und ihre Zukunftsängste auf die Straße bringen – und damit sicherlich eine Menge erreichen.

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Kollektiv arbeiten ohne Chef*in

Stellen Sie sich einmal vor, nicht Ihre Chefin würde entscheiden, wie viel Geld Sie verdienen, sondern Sie selbst – gemeinsam mit Ihren Kolleg*innen. Sie könnten sich überlegen, wie viel Sie zum Leben brauchen und auch wie viele Stunden Sie dafür aufwenden wollen.

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Rein in die Nische

Es ist ja immer so eine Sache mit Projekten in der Nische: Einerseits versprühen sie einen Optimismus, der bei der allzeit beklagten Alternativlosigkeit sehr erfrischend daherkommt. Es gibt sie also doch noch – diese Menschen, die nicht nur daran glauben, dass es anders geht, sondern es auch wirklich anders machen! Andererseits brauchen diese Projekte eine Menge Energie. Die Beteiligten müssen ein dickes Fell entwickeln, um ungläubige Blicke, Diskussionen, blöde Kommentare und mitunter auch interne Schwierigkeiten zu überstehen. Es braucht manchmal eine ganze Menge Geduld, Durchhaltevermögen und Überzeugung, um in der Nische nicht den Mut zu verlieren.

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Freier Fluss – Abschied von der Tauschlogik?

Meine Motivation, gemeinsam und solidarisch zu wirtschaften, speist sich vor allem aus der Idee, dass ich heute so leben kann, als wäre die Welt schon so, wie ich sie mir wünsche. Reale Utopie sozusagen. Natürlich ist das Augenwischerei – die Welt ist ganz und gar nicht, wie ich sie mir vorstelle. Gerade erst habe ich gelesen, dass 42 Menschen genauso viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung (rund 3,7 Milliarden Menschen).

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Solidarisch sein statt hilfsbereit

Solidarische Ökonomie ist für viele linke Aktivist*innen zu einem bedeutenden Schlagwort geworden – eine Art Wegweiser in eine andere, nicht-kapitalistische Welt. Dabei habe ich oft so meine Schwierigkeiten, den Begriff Solidarität überhaupt zu fassen, sowohl theoretisch als auch praktisch. Was bedeutet es denn konkret, solidarisch zu sein? Kann ich mich mit allen solidarisch zeigen, die es brauchen und es verdient hätten? Wie kann ich Solidarität leisten, wenn mein eigenes Konto leer ist oder ich keine Zeit für praktische Unterstützung habe?

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Freiheit, die mensch nicht kaufen kann

„Ich könnte das ja nicht!“ Diesen Satz bekomme ich häufig zu hören, wenn ich davon erzähle, dass ich in einer gemeinsamen Ökonomie lebe. Es mutet für meine Gesprächspartner*innen wie ein Verlust von Freiheit an, wie ein unrechtmäßiger Eingriff in ihre Autonomie. In unserer Gesellschaft sind Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung wichtige Werte. Leider sind sie viel zu oft mit unseren finanziellen Möglichkeit verknüpft. Geld macht frei, auf eine bestimmte Art und Weise.

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Anarchismus heute

Es ist paradox: Viele Menschen versuchen, in ihren selbstorganisierten Projekten Herrschaftslosigkeit umzusetzen. Sie verwalten sich selbst, sie entscheiden im Konsens und setzen sich kritisch mit Hierarchien auseinander. Obwohl der Begriff des Anarchismus gut passen würde, taucht er trotzdem nur selten auf. Wir werfen deshalb einen Blick auf die anarchistische Bewegung in Deutschland: Wie ist sie organisiert und welche Projekte verfolgt sie?

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Noch Kunde oder schon Mitglied?

Ein antikapitalistischer Bio-Supermarkt – kann es so etwas überhaupt geben? Die Kollektivist*innen vom Mitgliederladen Oberkaufungen (Mila O.) stellen sich diesem Widerspruch zwischen politischem Anspruch und ökonomischer Realität. Sie verfolgen das Ziel, einen solidarischen Ort zu schaffen, um auf lokaler und globaler Ebene Veränderungen in Gang zu setzen. Und sie sind damit nicht allein.

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Eine solidarische Stadt für alle

In den letzten zwei Jahren hat sich im deutschsprachigen Raum eine neue Idee verbreitet: »Solidarity City«. Unter diesem Slogan haben sich in bislang 18 Städten und einem Landkreis Initiativen gegründet, die versuchen, praktische Antworten auf die Fragen nach einem guten Leben in der eigenen Stadt zu finden. Ausgehend von der prekären Situation Geflüchteter, die oft noch nicht mal ihre Grundbedürfnisse erfüllen können, sollen selbstorganisierte und solidarische Strukturen dafür sorgen, dass alle Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können.

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