Wir, die Nervensägen

Alles ist gut. Keine Sorge. Krise? Ja, wo ist sie denn? Die Medien werfen uns tagtäglich apokalyptische Meldungen um die Ohren – und doch scheint bei der wohl verdienten Shoppingtour durchs sommerliche Städtchen alles seine gewohnten Bahnen zu gehen: Die Einkaufstüten in der einen, die Currywurst oder das Eis in der anderen. So lässt es sich doch leben, oder? Störungen sind da unerwünscht. Stress und Trubel hat man unter der Woche schon genug, da möchte man doch zumindest in Ruhe das Wochenende genießen.

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Die Experten, das sind wir

Eigentlich sollte die Sache längst in trockenen Tüchern sein. Am gestrigen Sonntag, 1. Juli, sollten ESM und Fiskalpakt in Kraft treten. Um dieses Ziel zu erreichen wollte die Regierung in der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause, in der letzten regulären Plenarsitzung des Bundestages die Gesetzesvorlagen zügig absegnen lassen – in einer Nachtsitzung an einem Freitagabend.

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Im Rampenlicht

Es hätte alles perfekt sein können an vergangenen Wochenende: Bei einem zweitägigen Seminar zum Thema „Medienkompetenz & Rhetorik“ durfte ich bei tosendem Applaus eine Treppe hinab schreiten, wohnte in einem mehr als ansehnlichen Kloster mit Schlosscharakter und sollte mich als „Königin“ fühlen, wenn ich vor der Kamera stand. Eine tolle Sache – zumindest wenn man auf viel Aufmerksamkeit steht. Leider tue ich das nur begrenzt und somit wäre mir das alles mehr als genug Tamtam gewesen. Aber nein, ich spielte auch noch außerhalb des Seminars oft ungewollt die Hauptrolle: beim Essen.

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Auf ins (Protest-)Frühjahr!

Es ist zwar nicht von Dauer, aber jetzt gerade scheint die Sonne auf meinen Schreibtisch. Das Wetter spielt noch ein wenig verrückt im Moment. Aber das warme Frühjahr lässt sich bereits erahnen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Genauso wie es nicht mehr lange dauert, bis die Protestbewegungen in Europa wieder zum Leben erwachen. Auch wenn einige der Meinung sind, dass sie den Winter nicht lebend überstanden haben – das ist ein Trugschluss.

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Aus den Augen, aus dem Sinn

Es könnte so einfach sein. Die Demonstration am Wochenende mit anschließender kalten Volxküche („Vokü“) hat es mal wieder bewiesen: Die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand zu schauen ist da. Aber sie muss geweckt werden. Von alleine gehen viele Menschen die offensichtlichen Probleme im Alltag nicht an. Oft müssen sie erst mit der Nase drauf gestoßen werden, damit sie ihr eigenes Handeln in Frage stellen – und am besten liefert man den passenden Lösungsvorschlag gleich mit dazu.

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Besuch bei Frau Realität

Herrje, ich war mir überhaupt nicht bewusst darüber, dass ich eine solche Verdrängungskünstlerin bin. Aber die Ostertage haben mich mal wieder auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt: Denn so sehr man sich bemüht, im eigenen Leben bestimmte Prinzipien umzusetzen und die wichtigen Dinge nicht aus den Augen zu verlieren, so sehr verliert man dabei manchmal den Blick für das, was um einen herum passiert. Und da geht es mitunter immer noch weiter, als wäre die Welt völlig in Ordnung.

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Geduld ist eine Tugend

Es war wirklich ein schönes Bild – und ein gutes Gefühl. Letzten Sonntag zogen wir mit rund 300 Demonstranten durch die Würzburger Innenstadt, um uns mit den Asylbewerbern zu solidarisieren, die vor zehn Tagen in den Hungerstreik getreten sind. Mit lauten Samba-Rhythmen ging es im strahlenden Sonnenschein durch die Stadt. Im Grunde war die Demo zu schön für den traurigen Anlass. Aber sie hat ihren Zweck erfüllt, denn sie hat Aufmerksamkeit erzeugt – und das ist schwierig genug.

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Eine Frage der Prioritäten?

Ein Tag hat 24 Stunden. Eigentlich viel zu wenig. Wer einen Job hat, sich nebenbei in irgendeiner Weise engagiert und eventuell noch ein paar Hobbys in der Wochenplanung unterbringen will, hat da schnell ein Problem. „Zeit hat man immer“, hörte ich vor kurzem jemanden sagen. „Es ist nur die Frage, wofür man sie sich nimmt.“ Eine schöne Vorstellung – aber stimmt das wirklich?

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Frage ohne Antwort

Ich muss zugeben, es fällt mir auch nicht leicht. Auch ich bin auf der Suche nach Antworten. Nach Alternativen, die eine Perspektive haben. Nach Lösungsvorschlägen, die Schritt für Schritt umsetzbar sind. Aber im Moment müssen wir uns wohl damit abfinden, dass es noch keine Patentlösungen gibt. Sie müssen sich erst noch entwickeln – und daran können wir arbeiten, vor allem im Kleinen.

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Vernünftiger Luxus – gibt’s das?

Es war überhaupt nicht geplant. Vielleicht konnte ich mich auch deswegen nicht wehren, als ich durch die Regalreihen der Würzburger Filiale von denn’s Biomarkt streifte. Plötzlich war ich umzingelt von leckeren Aufstrichen, unzähligen Tofu-Sorten und veganen Süßigkeiten. Das Ergebnis: eine volle Einkaufstasche – und ein leichterer Geldbeutel. Man gönnt sich ja sonst nichts … oder?

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