Ein Haus kämpft für Kultur, Bildung und Rebellion

Der „Lange August“ wurde 1979 in Dortmund gegründet. Bis heute hat sich das selbstverwaltete Projekt seine Unabhängigkeit bewahrt. Hat sich die politische Arbeit in den letzten 30 Jahren verändert? Und wie geht es weiter? Ein Besuch.

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Die Hungersnot und ich

Zahlen und Fakten gibt es genug: 870 Millionen Menschen auf der Welt hungern. Das ist ungefähr jede*r achte. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Das sind 8,8 Millionen Menschen pro Jahr. Neu ist das nicht. Im Gegenteil: Wir haben uns an diesen Zustand gewöhnt, wir kennen es nicht mehr anders. Klar, es ist ein Skandal, aber er ist so weit weg, zumindest gefühlt. Was hat es schon mit mir und meinem Alltag zu tun, wenn am anderen Ende der Welt eine Hungernot ausbricht?

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Gestatten: Die Bewegung

Es gibt Widersprüche, auf die treffe ich im Laufe des politischen Aktivismus immer wieder. Regelmäßig. Und sie scheinen sich auch niemals aufzulösen – zumindest nicht in meinem Kopf. Da ist auf der einen Seite die schier ungeheure Masse an schlechten Nachrichten, die jeden Tag auf mich einprasseln: Neue Zahlen zum verborgenen Hunger in der Dritten Welt, Berichte über die Folgen von Drohnen-Einsätze im Gaza-Krieg, Skandalmeldungen über unzumutbare Arbeitsbedingungen in Deutschland, steigende Suizidraten in Griechenland und Spanien. Im Grunde wäre eine der Meldungen schon genug, um sich den ganzen Tag darüber zu empören.

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Revolution mit der Suppenkelle

Alles steht bereit: 54 Plätze mit einem Teller warmer Suppe, daneben Brot, Kuchen und Kaffee. Um kurz nach zwölf strömen die Gäste in den warmen Speisesaal. Alle in der Hoffnung, noch in der ersten Runde einen Platz zu ergattern, denn vor allem am Ende des Monats sind die Tische schnell besetzt. Oft bildet sich dann eine lange Schlange vor der Tür. Eigentlich soll das kostenlose Angebot der Kana Suppenküche die Not der Menschen lindern. Doch paradoxerweise scheint die immer größer zu werden. Die Helfer der Suppenküche möchten sich selbst überflüssig machen, sind davon aber offenbar weiter entfernt denn je.

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Eine Frage der Prioritäten?

Ein Tag hat 24 Stunden. Eigentlich viel zu wenig. Wer einen Job hat, sich nebenbei in irgendeiner Weise engagiert und eventuell noch ein paar Hobbys in der Wochenplanung unterbringen will, hat da schnell ein Problem. „Zeit hat man immer“, hörte ich vor kurzem jemanden sagen. „Es ist nur die Frage, wofür man sie sich nimmt.“ Eine schöne Vorstellung – aber stimmt das wirklich?

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Ohne Mampf, kein Kampf

Auf den ersten Blick sah es nicht nach Luxus aus. Ein kahler Raum mit großen Fenstern, die Tische und Stühle waren in einer Ecke gestapelt. Ein paar Matratzen, die offensichtlich ihre besten Jahre schon hinter sich hatten, lagen herum. Wann der Boden das letzte Mal einen Wischmopp gesehen hatte, wusste ich nicht. Egal.

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Wir bewegen uns!

„Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen“, sagte einst Sokrates. Bei der gestrigen Demo zum Aktionstag 15. Januar baumelte es  um meinen Hals, in Großbuchstaben auf einem neongelben Plakat – und das hatte einen guten Grund. Für mich steckt in diesem Satz so viel mehr als nur eine alte griechische Weisheit, die man sich an die Pinnwand hängt.

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Konsequenz versus Realität?

„Für jemanden, der sich damit nicht ausführlich auseinandergesetzt hat, ist die Forderung, er solle vegan leben, eine totale Überforderung und abschreckend.“ (Katharina Rimpler) Ja! Diesem Statement würde ich sofort zustimmen. Keine Frage. Das ist die Realität. Wenn ich mich umschaue in meiner (neuen) Umgebung, dann wissen viele noch nicht einmal, was das Wort „vegan“ genau bedeutet.

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